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Pflanzenschutzwarndienst Erwerbsobstbau 33.2017

Datum: 30.08.2017

*Mittelmengen bei Baumobst je ha und m Kronenhöhe
§ 22,2 (früher § 18b) Die Anwendung des Mittels ist nur zulässig in Betrieben, denen eine Genehmigung nach § 22,2 Pflanzenschutzgesetz erteilt wurde

Witterung                                                                                                                                               

Heute Abend ziehen Gewitter ein, welche einen Wetterwechsel bringen. Ab Morgen bis einschließlich Sonntag sind täglich Schauer gemeldet sowie eine Abkühlung auf Tageshöchsttemperaturen von 15-20°C. Für die kommende Woche ist wieder beständiges Wetter vorhergesagt.

Kernobst                                                                                                                                                  

 

Lager-Schorf, Fruchtfäule

Die vorbeugenden Behandlungen je nach Sorte und Reifezeit weiterführen.

  • Captan-haltigem      Fungizid (WZ=21 Tage)
  • Folgebehandlung mit 0,05      kg* Flint (max. 4x; WZ=7Tage)
  • in      Gloeosporium-anfälligen Sorten (z.B. Pinova, Elstar) sollte kurz vor der      Ernte 0,15l* Geoxe (max.2x; WZ=3Tage) oder 0,25 kg* Switch (max. 1x;      WZ=3Tage; 2Wirkstoffe enthalten!) noch zusätzlich eingesetzt werden. Bei      regnerischer Witterung während der Ernte wird in Gloeosporium-anfälligen      Sorten eine zweite Geoxe-Behandlung zwischen der ersten und zweiten      Pflücke empfohlen.

 

Steinobst                                                                                                                                                 

 

Zwetschgen, Mirabellen, Pflaumen:

Fruchtmonilia:

In spätreifende Sorten wie Presenta wird bei regnerischen Witterung eine Behandlung mit 0,2 l* Luna Experience (2x; WZ=7Tage) / 0,25 kg* Signum (3x; WZ=7Tage) / 0,5 kg* Teldor (3x; WZ=3Tage) empfohlen.

 

Kirschessigfliege:

Zwetschgen die erst voll reif geerntet werden sollen, müssen verstärkt auf Befall Kontrolliert werden und bei Bedarf mit 0,15l* Spintor (2x; max 0,3 l/ha; WZ=5Tage) oder 0,375 l* Exirel (2x; max. 0,75 l/ha; B1; WZ=7 Tage) behandelt werden.

 

 

Zulassungssituation                                                                                                                                  

 

Beloukha (Pelargonsäure)hat eine Notfallzulassung (22.8.17-19.12.17) gegen Wurzelschosse im Kern- und Steinobst erhalten. Die Aufwandmenge beträgt 16 l/ha und darf 2x angewandt werden, Wartezeit =F. Für eine ausreichende Wirkung sollten mindestens 10°C gegeben sein, sowie Wassermengen zwischen 200-270l/ha eingesetzt werden. Um die Wirkung zu verstärken kann ein MCPA (z.B. U46M-Fluid) hinzugegeben werden. Die Pelargonsäure ist ein Kontaktmittel, wirkt nicht selektiv und nicht systhemisch, d.h. ältere Unkräuter/Ungräser sind widerstandsfähiger und können sich nach einer Pelargonsäure-Behandlung schneller wieder erholen.

Durch das Abbrennen/Entfernen der Wurzelschosse ist eine Nachbehandlung mit Glyphosat nach der Ernte möglich. Werden die Schosse belassen, könnten diese das Glyphosat aufnehmen und in die Wurzeln einlagern, was später zu Schäden führen könnte.

 

Pamira-Sammlung                                                                                                                        

  • 5,6 September ZG Merdingen
  • 14 September Fliegauf Müllheim

 

Thomas Köninger

 

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