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Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr. 11

Datum: 13.06.2018

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

 

13.06.2018

 

Weizen

Der Winterweizen ist in der Teigreife, die Entwicklung geht witterungsbedingt rasant voran. Die Blütenbehandlung gegen Fusarium in Winterweizen ist abgeschlossen. Sofern zur Blüte keine fusariumwirksame Behandlung erfolgt ist und jetzt sichtbare Fusariumpilze an der Ähre auftreten, ist eine Bekämpfung nicht mehr sinnvoll.

Um einer Infektion mit Ährenfusarium in Sommerweizen vorzubeugen, wird auch hier eine Blütenspritzung zwei Tage nach einem Niederschlagsereignis mit Fusariumwirkung empfohlen. Im Schnitt der Jahre ist eine Bekämpfung gegen Getreidehähnchen und Blattläusen generell nicht notwendig, je nach Sorte und Standort ist die Situation unterschiedlich, kontrollieren sie ihre Bestände.

 

Maiszünslerbekämpfung

Zu diesem Wochenende steht die zweite Ausbringung der Trichgramma-Schlupfwespen im bivoltinen Gebiet (zwei Maiszünslergeneration) und zeitgleich die Ausbringung im univoltinen Gebiet (eine Zünslergeneration) an. Nach Erhalt, sind die Rähmchen oder Kugeln umgehend in die Maisbestände auszubringen. Die Behältnisse mit den Schlupfwespen sollten vor hohen Temperaturen geschützt werden, deshalb das Ausbringen, idealerweise in den Abendstunden erledigen.

In Kürze werden die ersten Räupchen schlüpfen. Zugelassen sind die Insektizide Steward und Coragen. Erst nach dem Larvenschlupf ist eine nachhaltige Wirkung zu erwarten, für eine gute Benetzung mindestens 300 l/ha Wasser einsetzen. Der begrenzende Faktor zur Insektizidausbringung mit einem herkömmlichen Traktor ist die Wuchshöhe des Maises. Sofern ein Stelzenschlepper eingesetzt werden kann, sollte der Ausbringungszeitpunkt des Insektizides in der Folgewoche durchgeführt werden. Um Schäden vorzubeugen, sollte die Behandlung in den Nachmittag - oder Abendstunden durchgeführt werden, weil die Maisstängel dann elastischer sind und nicht so leicht brechen.

 

Maisherbizide

Früh gesäte Bestände sind kurz vor dem Fahnenschieben. Sind in später gesäten Maisbeständen noch abschließende Herbizidmaßnahmen zu erledigen, ist folgendes zu beachten. Günstig ist ein wüchsig-warmes und windstilles Wetter. Eine Wachschicht auf dem Mais sollte vorhanden sein. Bis zum Acht-Blattstadium Mais sollten die Nachbehandlungen abgeschlossen sein. Bei Distel- und Topinambur-besatz kann mit Effigo eine nachhaltige Wirkung erreicht werden. Windenarten lassen sich mit Arrat + Dash oder Mais Banvel bereinigen, sofern vorhanden im Unterblattverfahren erledigen.

 

Vogelfraß

Noch immer treten lokal Fraßschäden an jüngst ausgesäten Kulturen wie z.B. Hirse, Kürbis u.a. durch Krähen und Tauben auf. Neben sonstigen Vergrämungsmaßnahmen, im Bedarfsfalle eine Abschussgenehmigung über das Landratsamt beantragen

 

 

raphael.maurath@lkbh.de

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