Service-Navigation

Suchfunktion

Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr. 12

Datum: 20.06.2018

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

 

20.06.2018

 

Wintergetreide

Die Ernte der Wintergerste hat begonnen. Hochsommerliche Temperaturen lassen den Winterweizen rasch abreifen. Auftretende Verunkrautungen wie Zaun- und Ackerwinde, Disteln, Beifuß, Klettenlabkraut, Queckennester u. a. lassen sich effektiv nach der Ernte, auf der Getreidestoppel bekämpfen. Eine chemische Vorerntebehandlung wird nicht empfohlen, folgende Lösungen bieten sich an. Bei chemischer Bekämpfung nach der Ernte sollte beim Drusch der Mähbalken über dem Unkraut angehoben werden, um möglichst viel Blattmasse stehen zu lassen. Quecke z.B. sollte für eine gute Wirkung mindestens 15 -25 cm lange Halme mit jeweils drei Blättern haben. Die nachfolgende Stoppelbearbeitung erst nach deutlichem Absterben der Verunkrautung vornehmen. Bei trockenen Bodenverhältnissen, kann die Unkraut- und Ungrasbekämpfung mit dem Grubber auf mechanischem Wege erfolgen.

   Auch anschließend ausgesäte, dichte Zwischenfruchtbestände können den Unkrautdruck deutlich reduzieren.

 

Maisschädlinge

In der KW 25 bis 26 sollte die konventionelle Bekämpfung zum Larvenschlupf des Maiszünslers mit dem Stelzenschlepper durchgeführt werden. Die kleinen Zünslerlarven sind geschlüpft. Zugelassen sind u.a. die Insektizide Steward und Coragen. Beide Präparate sind bienenungefährlich, regenbeständig und wirken auch bei hohen Temperaturen. Für eine gute Benetzung mindestens 300 l/ha Wasser einsetzen. Wegen besserer Pflanzenelastizität, am besten die Spritzung in den Abendstunden durchführen.

In Kürze werden zur Überwachung des Käferfluges der Maiswurzelbohrer, 100 Pheromonfallen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald aufgestellt. Wöchentlich werden die Fangzahlen im Rahmen des Monitorings ermittelt und veröffentlicht. Bei Interesse werden auch kostenlos, Fallen an Landwirte ausgehändigt, die auf eigenen Flächen den Zuflug der Käfer ermitteln wollen. Wegen begrenzter Menge an Pheromonfallen, umgehend den Bedarf anmelden.

 

Falsche Maispflanzen

In Saatmaisvermehrungsbeständen sind die sogenannten falschen Pflanzen, auch Maisdurchwuchs aus dem Vorjahr, jetzt gut sichtbar. Um eine gezielte Bestäubung und Saatgutqualität zu erzeugen, müssen diese Pflanzen entfernt werden.

 

Sojabohnen

Witterungsbedingt sind die Sojabestände gut entwickelt und bereits in der Blüte. Jetzt gilt es auf den Distelfalter zu achten. Kontrollieren sie ihre Bestände, die Schadschwelle liegt bei 20 Raupen je laufenden Meter. Bei starkem sichtbarem Zuflug, kann Karate Zeon eingesetzt werden.    

 

 

raphael.maurath@lkbh.de

Fußleiste