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Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr. 19

Datum: 10.10.2018

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

 

10.10.2018

Herbizideinsatz in Wintergetreide

Die Maisernte wird in Kürze abschließen, es wird empfohlen im Rahmen der Fruchtfolge nach zweimal Mais eine Nichtmaiskultur einzuplanen. 2019 sollte sich dies auf allen Schlägen so darstellen lassen. Winterweizen kann in den nächsten Wochen noch bis Ende November bei günstigen Bedingungen ausgesät werden.

Bei diesen milden Herbsttemperaturen ist damit zu rechnen, dass die Blattläuse auf das ausgesäte Wintergetreide übersiedeln. Deshalb besteht für das auflaufende Getreide ein erhöhtes Virusinfektionsrisiko, insbesondere im Hinblick auf Gelbverzwergung. Deshalb fortlaufend die Bestände kontrollieren und im Bedarfsfalle ein Insektizid ausbringen. Ein idealer Zeitpunkt wäre im 1 - 2 Blattstadium des Getreides gegeben, wenn die Fahrgassenn sichtbar sind.

Wintergerste ist bereits ausgesät, teilweise gewalzt und am Auflaufen. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit ist der Einsatz von Bodenherbiziden im Moment eher ungünstig. Ist Bodenfeuchte gegeben, wären bis zum Zweiblattstadium der Unkräuter und Ungräser, Mittel wie Herold, Malibu oder Cadou forte Set + Axial geeignet. Beim Einsatz von Boxer (Prosulfocarb) oder Stomp-präparaten (Pendimethalin) sind folgende Auflagen zu beachten.

  • Wasseraufwandmenge 300 l/ha
  • Windgeschwindigkeit max. 3 m/s
  • Abdriftmindernde Düsen 90 %

Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen, muss die Behandlung in den späteren NA verschoben werden. Ab dem Zwei- bis Drei-blattstadium der Kultur haben sich Kombinationen aus Blatt- und Bodenwirkung für den Herbizideinsatz bewährt. Bei der Anwendung von CTU- haltigen Mitteln ist darauf zu achten, dass der Einsatz auf drainierten Flächen verboten ist. Bei günstiger Witterung, ist die Herbizidmaßnahme im Herbst vorteilhafter als im Frühjahr, da die Ungräser und Unkräuter noch kleiner sind. Kein Einsatz von Herbiziden bei zu erwartender Nachtfrostgefahr.

 

Raps

Der Raps ist insgesamt sehr gleichmäßig aufgelaufen und für die Jahreszeit schon weit entwickelt und mittlerweile im Sechsblattstadium angekommen. Der Raps sollte in Rosettenform mit 8 bis 10 Blättern überwintern, sofern noch nicht geschehen wird eine fungizide, einkürzende Maßnahme empfohlen. Bor kann zugemischt werden, es verbessert die Krankheitsresistenz und Winterhärte der Pflanzen.

Den Bekämpfungserfolg des eingesetzten Herbizides kontrollieren und im Bedarfsfalle noch fällige Maßnahmen durchführen. Mit Effigo kann z.B. im Nachauflauf noch gegen Klettenlabkraut, Kamille, Kornblume oder Distel im 4 bis 6 Blattstadium des Rapses behandelt werden. Ausfallgetreide und Ungräser können z.B. mit Gallant Super bereinigt werden. Lokal sind Fraßschäden durch Erdflöhe an einzelnen Rapsbeständen gesichtet worden, aus diesem Grunde die Bestände kontrollieren.

 

Maissaatgut

Die Bestellung von Maissaatgut für das Jahr 2019 ist bereits angelaufen. Nach jetzigem Stand darf Mesurol gebeiztes Saatgut nur noch 2019 angewendet werden. Deshalb nur die geplante Menge an Mesurol gebeiztem Saatgut bestellen, die auch 2019 zur Aussaat kommt.

 

Sperrfristverschiebung für das Ausbringen von N-haltigen Düngemitteln

Auf Grünland wurde die Sperrfrist für das Ausbringen von Düngemittel mit wesentlichem N-gehalt für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in diesem Herbst auf 15. November bis 14. Februar 2019 verschoben.

 

raphael.maurath@lkbh.de

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