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Kulturführung Obstbau Rundschreiben Nr. 13 2018

Datum: 12.11.2018

Wetter und Vegetationsverlauf

Langsam gibt es auch herbstliche Temperaturen und der Laubfall schreitet voran. Ab und zu höhere Tagestemperaturen begünstigen noch eine gewisse Aktivität der Bäume. Die Niederschläge der letzten Wochen haben zumindest etwas Feuchtigkeit für unsere Kulturen gebracht. Achten Sie bei der Pflanzung auf eine ausreichende Bewässerung im Nachgang und weichen Sie die wurzelnackten Pflanzen min. 24 h vorher ein. Unsere Böden haben kaum genug Wasservorrat und die Baumschulware hat auch dieses extreme Jahr hinter sich.

Strukturwandel – in der Landwirtschaft und Landschaft

Die Diskussion über den fortschreitenden Strukturwandel bewegt uns seit Jahren. Immer wieder machen sich Gemeinden Gedanken über aufgegebene landwirtschaftliche Flächen, Freizeitgrundstücke und Fremdnutzungen. Bei Gesprächen mit Ihnen fallen Sätze, wie ‚bekämen wir bessere Preise für unsere Produkte, dann wäre alles in Ordnung‘ oder ‚ich mache bzw. meine Kinder machen lieber mehr Weinbau, da weiß man wenigstens wieviel Geld pro ha drin ist‘. Ist es wirklich so einfach? Sind nur die Rahmenbedingungen Schuld, also die anderen? Führt der Wunsch nach billigen Lebensmitteln, nach mehr Freizeit und zurück zur Natur zum Aussterben der ökonomischen Landwirtschaft? Reicht es, wenn die Lebensmittel irgendwo produziert werden und in Deutschland wieder Landwirtschaft, wie vor 100 Jahren betrieben wird. Selbstversorgung, Landschaftspflege und der Erhalt der Natur im Vordergrund stehen? Wir haben nur einen kleinen Anteil am Bruttosozialprodukt, doch die Arbeitsplätze, die mittelbar von einer funktionierenden Landwirtschaft abhängen, sind vielfältig. Kommt nach der industriellen Revolution die Gegenrevolution? Die Hinwendung zur Individualität, der Heilsbringer Direktvermarktung, ist hier die Lösung? Wo ist dabei die Aufgabe der (staatlichen) Beratung, wo der Gedanke der Gruppenberatung, der Austausch mit anderen Betrieben, das WIR? Ich befürchte einfache Lösungen gibt es nicht. Die Landwirtschaft wird sich verändern, ob mit oder ohne uns. Wollen wir den Wandel anstoßen, aktiv begleiten oder hinterherlaufen? Ich bin lieber aktiv und agiere, als nur noch zu reagieren. Wie sehen Sie Ihre Zukunft? Wandel? Ja, aber selbstbestimmt! Nutzen wir den Winter, die Veranstaltungen und arbeitsärmere Zeit für Gespräche über die Zukunft des Obstbaus in unserer Region – wo sind unsere Stärken, unsere Schwächen, was brauchen wir, was wollen unsere Kunden? Wo ist der gemeinsame Nenner, das Ziel?

Dürrehilfeanträge unter www.landwirtschaft-bw.info bzw. www.breisgau-hochschwarzwald.de

Antragsstellung bis 30. November 2018 (Vorab Checkliste prüfen zur Abklärung der Voraussetzungen)

Ich gehe davon aus, dass kein obstbaulicher Betrieb die Voraussetzungen erfüllt!!!

Einladung ‚Obstbau im Fokus‘ Obstregion Süd e.V.

Dienstag, 20. November 2018 13 Uhr Obstbau im Fokus in Toni’s Tenne, Rotlaubstr. 1, 79427 Eschbach (Programm anbei)

Mit grippalen (liege seit zwei Wochen flach und kein Ende in Sicht) Grüßen

Stefanie Lapcik
Obst- und Gartenbauberatung

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