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Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr.21

Datum: 11.10.2017

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

 

Breisach

11.10.2017

 

Herbizideinsatz in Wintergetreide

Die Maisernte hat begonnen, es wird empfohlen im Rahmen der Fruchtfolge nach zweimal Mais eine Nichtmaiskultur einzuplanen. Winterweizen kann in den nächsten Wochen noch bis Ende November bei günstigen Bedingungen ausgesät werden.

Für das schon ausgesäte Wintergetreide sollte die vorhandene Bodenfeuchtigkeit genutzt werden, wenn noch Herbizide wie z.B. Bacara forte plus Cadou, Malibu, Herold SC, Boxer u.a. für den frühen Nachauflauf eingesetzt werden sollen. Beim Einsatz von Boxer (Prosulfocarb) oder Stomp-präparaten (Pendimethalin) sind folgende Auflagen zu beachten.

  • Wasseraufwandmenge 300 l/ha
  • Windgeschwindigkeit 3 m/s
  • Abdriftmindernde Düsen 90 %

Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen, muss die Behandlung in den späteren NA verschoben werden. Ab dem Zwei- bis Drei-blattstadium haben sich Kombinationen aus Blatt- und Bodenwirkung für den Herbizideinsatz bewährt. Bei der Anwendung von CTU- haltigen Mitteln ist darauf zu achten, dass der Einsatz auf drainierten Flächen verboten ist. Bei günstiger Witterung, ist die Herbizidmaßnahme im Herbst vorteilhafter als im Frühjahr, da die Ungräser und Unkräuter noch kleiner sind. Kein Einsatz von Herbiziden bei zu erwartender Nachtfrostgefahr.

Es ist in diesem bis jetzt recht milden Herbst mit einem erhöhten Blattlausdruck zu rechnen folglich besteht auch ein erhöhtes Virusinfektionsrisiko für das ausgesäte Wintergetreide.. Deshalb fortlaufend die Bestände kontrollieren und im Bedarfsfalle ein Insektizid zumischen. Ein idealer Zeitpunkt wäre im 1 - 2 Blattstadium des Getreides gegeben.

 

Raps

Den Bekämpfungserfolg der Herbizidmaßnahme kontrollieren und im Bedarfsfalle noch fällige Maßnahmen durchführen. Mit Effigo kann z.B. im Nachauflauf noch gegen Klettenlabkraut, Kamille, Kornblume oder Distel im 4 bis 6 Blattstadium des Rapses behandelt werden. Ausfallgetreide und Ungräser können z.B. mit Gallant super bereinigt werden. Sind die Rapspflanzen schon weiter entwickelt ist der Einsatz nicht mehr sinnvoll, da die Pflanzen schon zu stark die Unkräuter und Ungräser beschatten. Lokal sind Fraßschäden durch Erdflöhe an einzelnen Rapsbeständen gesichtet worden, aus diesem Grunde die Bestände kontrollieren.

 

Sperrfrist und neue Düngeverordnung

Auf Grünland wurde die Sperrfrist für das Ausbringen von Düngemittel mit wesentlichem N-gehalt für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in diesem Herbst auf 15. November bis 14. Februar 2018 verschoben.

Am Donnerstag den 09.November 2017 findet von 9:30 bis 16:00 Uhr in der Kirchtalhalle 78187 Geisingen Stadtteil Kirchen-Hausen eine überregionale Veranstaltung zum neuen Düngerecht statt.

 

raphael.maurath@lkbh.de

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