Service-Navigation

Suchfunktion

Pflanzenschutz-Hinweis Gemüsebau Südbaden 2018/26

Datum: 09.11.2018

Lauchminierfliege

Die Lauchminierfliege schreckte das vergangene feucht-kühle Wetter kaum. Der Höhepunkt der Aktivität dürfte zwar vorüber sein. Es sind im Schnittlauch aber immer noch einzelne Fliegen unterwegs und auch Eiablage findet noch statt. An Lauch ist die Eiablage schwerer zu kontrollieren, deshalb ist nicht abzuschätzen, wie groß die Gefahr für diese Kultur noch ist. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte dort, wo die letzte Behandlung mehr als zwei bis drei Wochen zurückliegt, eine weitere Spritzung durchgeführt werden. Die warmen, trockenen Tage zu Wochenbeginn können dafür genutzt werden.

Blattläuse

Die herbstliche Witterung verhindert eine Neuansiedlung mit Blattläusen im Freiland. Vorhandene Kolonien der Mehligen Kohlblattlaus können sich aber weiter vergrößern. Kontrollen der überwinternden Kohlarten sollten stattfinden. Wenn die angekündigten 15 °C tatsächlich erreicht oder überschritten werden, können Pirimor oder Plenum 50 WG eingesetzt werden.

Pilzkrankheiten

Falsche-Mehltau-Pilze finden gute Bedingungen vor. An unbehandeltem Salat konnten sich in den vergangen Wochen Infektionen ausbreiten. Auch an Spinat sind neue Infektionen zu erwarten: Zwischen 8 und 18 °C liegt das Temperaturoptimum für Falschen Mehltau an Spinat.

Feldsalat sollte ebenfalls regelmäßig kontrolliert und bei den allerersten Symptomen behandelt werden. Im

I - Infoservice Pflanzenbau 
Titel Infoservice 
Pflanzenschutz-Hinweis Gemüsebau Südbaden 2018/26
Datum 
Datum:
09.11.2018
Mitteilungstext 
PBSBW - Image 
Infodienst 2018_11_06 Winterhecke Falscher Mehltau.jpg (PBSBW - Image) 
Infodienst 2018_11_06 Petersilie Falscher Mehltau und Septoria Klosterhof.jpg (PBSBW - Image) 
 

Freiland ist seit Juli 2018 in Feldsalat Ortiva zugelassen. Im Gewächshaus kann die Nebenwirkung von Signum genutzt werden. In beiden Mitteln sind es Strobilurine, die gegen Falschen Mehltau wirken. Das tun sie aber nur bei vorbeugender Anwendung.

Auch Bund- und Winterzwiebeln müssen noch gegen Falschen Mehltau geschützt werden.

Zur Behandlung sollten möglichst warme Tage gewählt werden. Chemisch-synthetische Fungizide wirken unter 12 °C kaum, besser sind 15 °C in den Stunden nach der Anwendung. Cuprozin progress wirkt temperaturunabhängig und auch nur vorbeugend.

Bei Petersilie muss man genau hinschauen: Für braune Blätter ist nicht immer Falscher Mehltau die Ursache. Häufig tritt auch Septoria auf.

Falscher Mehltau an Bundzwiebel (Winterheckenzwiebel)

Bild oben: Sporulierender Falscher Mehltau an Bundzwiebeln (Winterheckenzwiebel) Anfang dieser Woche.

Bild unten: Septoria (schwarze Pünktchen) und Falscher Mehltau (weißer Rasen) können auch gemeinsam an Petersilie auftreten.

I - Infoservice Pflanzenbau 
Titel Infoservice 
Pflanzenschutz-Hinweis Gemüsebau Südbaden 2018/26
Datum 
Datum:
09.11.2018
Mitteilungstext 
PBSBW - HTML Editor 

I - Infoservice Pflanzenbau 
Titel Infoservice 
Pflanzenschutz-Hinweis Gemüsebau Südbaden 2018/26
Datum 
Datum:
09.11.2018
Mitteilungstext 
PBSBW - HTML Editor 
Pfad: p » span » span
Wörter: 606
PBSBW - Image 
Infodienst 2018_11_06 Winterhecke Falscher Mehltau.jpg (PBSBW - Image) 
Infodienst 2018_11_06 Petersilie Falscher Mehltau und Septoria Klosterhof.jpg (PBSBW - Image) 
 
Pfad: p » span
Wörter: 422
PBSBW - Image 
Infodienst 2018_11_06 Winterhecke Falscher Mehltau.jpg (PBSBW - Image) 
Infodienst 2018_11_06 Petersilie Falscher Mehltau und Septoria Klosterhof.jpg (PBSBW - Image) 
 
I - Infoservice Pflanzenbau 
Titel Infoservice 
Pflanzenschutz-Hinweis Gemüsebau Südbaden 2018/26
Datum 
Datum:
09.11.2018
Mitteilungstext 
PBSBW - HTML Editor 
Pfad: p » span
Wörter: 422
PBSBW - Image 
Infodienst 2018_11_06 Winterhecke Falscher Mehltau.jpg (PBSBW - Image) 
Infodienst 2018_11_06 Petersilie Falscher Mehltau und Septoria Klosterhof.jpg (PBSBW - Image) 
 




Septoria und Falscher Mehltau an Petersilie



Zulassungen

Die Zulassung von Cuprozin progress wurde erweitert

  • Gegen pilzliche Blattflecken an Wurzelgemüse (ausgenommen Knollensellerie und Möhren) (6 x 2 l/ha; WF = 14 Tage),
  • gegen Falschen Mehltau in Speiserüben, Salat-Arten, Erbse, Rettich, Radieschen, Spinat und verwandte, Arten, Stielmus, Blattkohle und Kohlrübe zur Nutzung als Baby-Leaf-Salat im Gewächshaus (2 x 20 ml/Ar, WG = 7 Tage)
  • gegen Falschen Mehltau in Salate im Gewächshaus (4 x 20 ml/Ar, WG = 7 Tage)

Kumar hat Zulassungserweiterungen erhalten gegen Grauschimmel (Botrytis cinerea) an Feldsalat und Endivien im Gewächshaus und im Freiland (4 x 30 g/Ar, WF = WG = 1 Tag)

Die Zulassungen von Ferramol Schneckenkorn (Zul.-Nr. 034496-00) und Ferramol Schneckenkorn compact (Zul.-Nr. 027744-00) gegen Nachtschnecken zur Anwendung durch berufliche Verwender wurde widerrufen. Der Widerruf betrifft auch die Vertriebserweiterungen („NEU 1186 M“, „Dehner Schneckenkorn Wirkstoff aus der Natur“, „Kölle Schneckenkorn“, „Schneckenkorn Organic“). Diese Anwendungen sind damit nicht mehr zulässig. Die Anwendungen durch nicht-berufliche Verwender sind dagegen weiterhin zugelassen. Der Widerruf erfolgte auf Antrag des Zulassungsinhabers.

Fußleiste