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Steinobst

Aprikose

Aprikosen fühlen sich nicht wirklich wohl in unserem Klima. Sie reifen zwar optimal aus und entwickeln einen betörenden Geschmack, doch die Baumgesundheit lässt zu wünschen übrig. Auch die schwankenden Wintertemperaturen (im Dezember viel zu warm und oft sehr nass) führen zu einer verfrühten Blüte, die wiederum frostgefährdet ist. Eine Ernte in 5 Jahren ist ein gutes Ergebnis. Und wenn die Bäume dann auch noch das 5. Standjahr überleben, hat man Glück. Doch Pseudomonas (Bakterienbrand), Esfy (Europäische Steinobstvergilbung) und Blütenmonilia lassen einen Großteil der Bäume in den ersten Jahren ausfallen.

Momentan stehen 16 Sorten auf unterschiedlichen Unterlagen, auch mit Zwischenveredelung.

Es wird untersucht, ob die Unterlage bzw. eine Zwischenveredelung oder hohe Veredelung einen Einfluss auf die Baumgesundheit haben.

Sortenliste 2016

Sortenbeschreibungen

Sauerkirschen

Früher waren Sauerkirschen eine weit verbreitete Kultur im Südbaden. Besonders für die Verarbeitung, Sauerkirschen im Glas, gab es viele Schattenmorellen-Anlagen. Doch der Preisverfall durch den steigenden Anbau in Osteuropa, führte zu verstärkten Rodungsmaßnahmen, teilweise sogar mit Rodungsprämien. Das Überangebot aus Osteuropa führte zu einem weiteren Preisverfall, wodurch auch dort Anlagen gerodet wurden. Mittlerweile ist der Bedarf an Industriesauerkirschen wieder gestiegen. Auch im Frischmarktbereich, besonders Frühsorten, gibt es Potential auf dem Markt.

Im Lehr- und Versuchsgarten stehen 10 Frischmarktsorten und 7 Industriesorten.

Sortenliste 2016

Sortenbeschreibungen

Frischmarkt

Industrie

Süßkirschen

Die wichtigste Steinobstkultur im Gebiet ist die Süßkirsche, sie hat die Zwetschgen/Mirabellen in den letzten Jahren klar abgehängt. Das hat nicht nur mit den Preisverfall bei den Zwetschgen zu tun, sondern auch mit der Intensivierung im Kirschenanbau (kleine Baumformen, ertragreiche Sorten, geeignete Schutzsysteme, größere Kirschen mit gestaffelten Erzeugerpreisen). Die Tafelkirsche ist ein wichtiges Standbein vieler Obstbauern. Durch neue (auch alte) Anbausysteme (UFO, Drapeaux, Superspindel oder Bi-Baum, Spanischer Busch) und intensivere Schutzsysteme (Folienüberdachung, Vogel- bzw. Kirschessigfliegennetz) kann die Fruchtgröße gesteigert und der Geschmack vervollkommt werden. Da diese Maßnahmen alle sehr kostspielig sind, gilt es die richtige Sorte anzubauen.

Im Lehr- und Versuchsgarten stehen 59 Sorten und 12 Kreuzungen für den Tafelkirschenbereich und 4 Sorten für den Industriebereich.

Der Bereich Industrie- und Brennkirschen hat besonders im Markgräflerland eine große Bedeutung. In den letzten Jahren wurde versucht, die hohen Bäume durch neuere schwächere Unterlagen kleiner zu halten und früher in den Ertrag zu bekommen. Dabei wurden im Rahmen eines Interreg-Projektes am Oberrhein in der Praxis und in Opfingen die Unterlagen Gisela 5 und Piku 1 auf Standfestigkeit, Ertragsbeginn und Schüttelfähigkeit getestet.

Sortenliste 2016

Sortenbeschreibungen

Frühsorten

Mittlere Reifezeit

Spätsorten

Brennkirschen

Pfirsiche und Nektarinen

Im hiesigen Weinbauklima gedeihen Pfirsiche und Nektarinen gut. Besonders die Kräuselkrankheit setzt den Bäumen zu. Ein Züchtungsziel ist eine gewisse Robustheit oder Resistenz dagegen bei gleichzeitig schöner Fruchtgröße und gutem Geschmack. Mittlerweile gibt es ein breites Sortiment. In Opfingen stehen 28 gelb- und weißfleischige Pfirsich- und 6 Nektarinensorten.

Sortenliste 2016

Sortenbeschreibungen

Pfirsiche

Nektarinen

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