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Lehr- und Versuchsgarten
für Obstbau Opfingen


Versuche

Ziele

Übergreifendes Ziel ist es, fundierte Erkenntnisse über neue Wege zu einem wirtschaftlich erfolgreichen Obstanbau zu erlangen.

  • Testung neuer Sorten auf ihre Anbaueignung unter hiesigen klimatischen Bedingungen
  • Entwicklung und Demonstration neuer Anbausysteme bei verschiedenen Obstarten
  • Demonstration des Anbaus von Nischenkulturen und Obstneuheiten, aktuell Tafeltrauben und Minikiwi

Zielgruppen

Im Laufe des Jahres werden Haupt-, Zu- und Nebenerwerbsobstbauern des Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zu diversen Informationsveranstaltungen, Schulungen, Schnittkursen etc. eingeladen. Auch Obstbauern aus benachbarten Regionen zählen zu unseren Gästen. Der praktische Teil der Schnittkurse findet ebenfalls überwiegend im Versuchsgarten statt.
Für Obstanbauer und Gartenbesitzer besteht darüber hinaus ganzjährig die Möglichkeit, den Versuchsgarten zu besuchen und sich in Detailfragen des Anbaus zu informieren. Erwerbsanbauer greifen insbesondere bei der Etablierung neuer Obstarten und -sorten im Betrieb oder bei der Umstellung auf moderne Anbaumethoden auf unsere Erfahrungen zurück.
Ganzjährig steht der Versuchsgarten Verbrauchern offen, die zum Obsteinkauf oder zur Selbstpflücke auf das Gelände kommen und sich hierbei auch über den Obstanbau informieren. Eine weitere wichtige Plattform zur Verbraucheraufklärung stellen die Tage der Offenen Tür dar.
Ergänzend hierzu stellen die im Versuchsgarten gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse eine zentrale Grundlage für die Obstanbauberatung im Landkreis dar und kommen auf diesem Wege ebenfalls den Haupt-, Zu- und Nebenerwerbsobstbauern im Landkreis zu Gute.

Versuche


1. Sortentestung

Bei allen Obstarten steht im Fordergrund, Erfahrungen mit neuen Sorten unter hiesigen Klima- und Anbaubedingungen zu gewinnen

2. Unterlagentestung

Ein Schwerpunkt in Opfingen stellt das Steinobst dar (dieses spielt eine wichtige Rolle in Südbaden) und so werden bei Zwetschgen und Süßkirschen auch neue Unterlagen getestet und verglichen. Bei der Birnenhauptsorte Williams wurde ein Versuch mit verschiedenen Zwischenveredelungen angepflanzt.

3. Pflanzsysteme

Das Pflanzsystem wird bestimmt aus Pflanzabstand und Kronenerziehung. Hierzu wurden in den 90er Jahren diverse Erziehungsversuche bei Apfel, Birne und Zwetschgen angepflanzt, aber auch bei Johannisbeeren wurde mit dem Pflanzabstand und der Anzahl Triebe je Pflanze experimentiert (1-, 2- und 3-Ast-Hecke).

4. Überdachung

Witterungsschutz stellt ein immer größeres Thema dar: die Schäden durch Hagel, Starkniederschläge und hohe Sonneneinstrahlung mehren sich; so wurde auf einem Teil der Apfelfläche Hagelschutznetze installiert, bei Süßkirschen verschiedene Folien-Überdachungssysteme im Vergleich aufgebaut und bei Himbeeren Folienbahnen auf eigenkonstruiertem Gerüst installiert. Seit diesem Jahr werden auch die Brombeeren mittels Folientunnel vor Regen geschützt.

5. Schorfresistente Sorten

1993 wurden ca. 40 schorf- und teilweise auch mehltauresistente Sorte im Rahmen eines länderübergreifenden Versuches angepflanzt und vergleichend ausgewertet. Diese Sorten ermöglichen eine große Einsparung von Fungiziden und sind besonders im Bioanbau interessant, finden aber auch in konventionellen Betrieben zunehmend Beachtung. Eine inzwischen etablierte Sorte ist Topaz.

6. Neuheiten

Das älteste Kind sind Tafeltrauben: hier werden Sorten getestet und zugleich verschiedene Erziehungssysteme geprüft. Das jüngste Kind sind Minikiwi und andere Exoten (Asimina-Indianerbanane, Kaki-Sharonfrucht und Mandeln). Verstärkt werden Nischenkulturen für die Direktvermarktung gesucht.

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